Sonntagsfloh - der Flohmarkt im Nordwesten: Märkte in Oldenburg, Varel-Altjührden, Brake und Zetel!



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floh  Über uns

Bereits 1984 waren die ersten Sonntagsflohmärkte am großen Famila-Center zu bemerken. Mit zunächst noch geringer Beteiligung baute sich da etwas auf, was sich bis zu seinem vorübergehenden Verbot am 15.02.1989 zu einem grandiosen Sonntagsvergnügen enfaltete. Jeder entdeckte in sich im zunehmenden Maße einen kleinen Händler. Und so entwickelte sich diese ab 1987 allsonntägliche Erscheinung zu einem nahezu reinen Trödelmarkt, bei dem tatsächlich über 95 % gebrauchte Ware über den Tapeziertisch ging. Es entstand eine herrlich ungezwungene Atmosphäre zwischen allen Schichten und Herkunften der Menschen. Jeder konnte da so ganz nebenher ein wenig dazu verdienen; nicht mehr gewollte aber noch gute Gegenstände wanderten nun nicht mehr auf die Mülldeponie (angewandter Umweltschutz), sondern in die Hände von freudigen Käufern, die eben gerade dieses Stück suchten und nun nicht unbedingt ein Neuteil im Laden kaufen mussten.

Zudem zeigte die anschwellende Besucherzahl, dass hier nicht nur ver- und gekauft werden sollte, sondern dass sicher der Flohmarkt zunehmend zu einem Mekka der Freunde der Sammelleidenschaft entwickelte. Ein regelrecht freies, alle gewohnten Maße sprengendes riesiges Kommunikationszentrum war hier schier aus dem Nichts entstanden, welches heute in ganz Norddeutschland seines gleichen sucht. Die Sonntagsgemeinde war sehr bunt und jeden Alters. Familienausflüge nach Wechloy waren und sind genauso "in" wie auch Inhalt für die Menschen, denen der Sonntag als Langeweile-Tag zu wenig bot.

Es war etwas gefunden, was im Prinzip jedem Spaß machte.
Nicht nur, dass der Flohmarkt die oftmals gegensätzlichen Generationen vereint. Besonders die in der Stadt Oldenburg lebenden Menschen mit ihrer unterschiedlichen Herkunft gemeinsam friedvoll miteinander sprechen, handeln und lachen sehen, bedeutet, sich der Aufgabe zu stellen, diese unterschiedlichen Menschen einander näher zu bringen.

 

Und dies geht nirgends so gut wie auf dem Flohmarkt. Sei es auch eine Art "Kultur von unten", die dort praktiziert wird, dem Wunsch der Menschen kommt sie allemal nach. Märkte haben schon immer Anziehungskraft auf die Menschen ausgeübt. Der Ursprung unserer europäischen Flohmärkte liegt in Frankreich. In Niedersachsen scheint Hannover der Vorreiter seit den 1960er Jahren zu sein (wo übrigens ein sehr bekannter "Gerhard S." der beste Porzellanverkäufer Hannovers gewesen sein soll).

Wer kauft eigentlich diesen Kram?, scheinen Ungläubige zu fragen. Hier ist der leider viel zu große Teil der Bevölkerung, der über nicht so üppige Gelder verfügt, an erster Stelle zu nennen. Und dann die Sammler: Wer kennt ihn nicht, den rastlosen, mit glühenden Augen nach den Sammlerstücken Ausschau Haltenden. Für viele Menschen ist aber auch das Begegnen (man kennt und trifft sich in Oldenburg), das Handeln wie auf einem orientalischen Basar, das Schlendern zwischen Brauchbarem und Unnützem im Vordergrund des Sonntagsvergnügens, an dem wie an einem Volksfest die ganze Familie teilnimmt - eine herrliche, farbenfrohe, lustvolle, schöne Welt!

Den seit 1992 viermal im Jahr stattfindenden Sonntagsflohmarkt besuchen mittlerweile im Schnitt 30.000 Menschen pro Veranstaltung. Veranstalterin ist die Flohmarkt-GbR Oldenburg.

 

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